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Dienstag, 22. Mai 2007Kernel-Meldungen prüfen
Der Kernel speichert seine Meldungen in einer Logdatei mit dem Namen "/var/log/boot.log"
Mit "dmesg" kann man sich die Meldungen des Bootvorgangs anschauen die in der Datei "/var/log/dmesg" gespeichert werden. Dienstag, 22. Mai 2007Kernel-Architekturen
Der "monolithische Kernel" ist eine einzelne Binärdatei die zum Systemstart komplett in den Speicher geladen wird. Er enthält alle Funktionalität und Unterstützung für die verwendete Hardware. Das ist die Form wie schon in den Urzeiten der Computer ein Kernel geladen wurde.
Der "Micro-Kernel" ist ein sehr kompakter Systemkern, der immer im Speicher bleibt. Alle Funktionalität wird als Geräte-Treiber bei Bedarf nachgeladen. Der "modulare Kernel" ist eine Mischung von beidem: Ein monolithischer Kernel mit Basisfunktionalität wird beim booten geladen, bleibt auch im Speicher, kann aber Module für spezielle Hardware nachladen. Dienstag, 22. Mai 2007Kernel konfigurieren
Die Konfiguration eines eigenen Kernels steht in ".config", diese Datei kann man auf der Konsole mit "make config" oder mit Curses-Oberfläche mit "make menuconfig" erzeugen.
Mit "make oldconfig" kann man den Kernel entsprechend einem vorhandenen System konfigurieren, nur neue Features werden abgefragt. Für das X-Windows-System (z.B. X11) steht das komfortable "make xconfig" zur Verfügung! Dienstag, 22. Mai 2007Kernel compilieren
Man sollte zur Erzeugung eines aktuellen Kernels auch die neuesten Werkzeuge (z.B. Compiler) und Libraries (z.B. GLibC) haben.
Es wird nur neu compiliert was erforderlich ist! Um alles neu compilieren zu lassen, muss man vorher "make clean" verwenden. Mit "make dep" kann man sicher stellen dass alle Abhängigkeiten wie include-Files auflösbar sind (plattdeutsch: "check the dependencies"). Der eigentliche Kernel wird mit "make zImage" oder "make bzImage" erzeugt. Bei "bzImage" wird die bessere bzip-Komprimierung statt der (normalen) gzip-Komprimierung für das Kompilat verwendet. Um Module verwenden zu können (z.B. für USB- oder Netzwerk-Support) muss ein modularer Kernel kompiliert werden! Sonst kommt die Fehlermeldung "can't locate module" obwohl das Modul schon mit "make modules" compiliert und im richtigen Verzeichnis installiert wurde. Updates zum Kernel werden als "Patches" herausgegeben - dabei wird ein Stückchen Quellcode im alten Kernel-Source ersetzt. Anschließend sollte der Kernel mit "make clean && make dep && make modules && make bzImage" komplett neu übersetzt werden. Für einen Kernel auf einer bootbaren Floppy kann man "make bzdisk" verwenden, das ist praktisch um einen Kernel auszuprobieren. Sonntag, 11. Februar 2007Kommentare (0) Trackbacks (0) Geladene Kernel Module mit Abhängigkeiten anzeigen |
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